Die Weltraumfahrt als Wille und Vorstellung

Welche Folgen hat der Blick aus dem All auf die Erde für unseren Blick auf die Erde?
Thomas Reiter (ESA-Astronaut und ESA-Koordinator
für die ISS, Rastede)

Overview-Effekt: der Begriff für das Gefühl von Ehrfurcht und Demut, das Astronauten beim Anblick der fragilen Erdkugel im All erfahren. Für den Wunsch, das alles, als Ganzes, zu schützen. Auch Thomas Reiter, mit 350 All-Tagen der erfahrenste Astronaut Europas, kennt dieses Gefühl.

 

Heute ist er u. a. ESA-Koordinator für das ISS-Programm und damit instrumentell am Menschheitsprojekt Raumfahrt beteiligt. Ist es ein Menschheitsprojekt? Oder letztlich doch nur ein nationales? Oder ein Privat-Projekt von Techno-Milliardären wie Elon Musk? Kann die Raumfahrt dazu beitragen, dass auch wir auf der Erde Gebliebenen den Overview-Effekt spüren? Dass »wir alle« zusammen – welch naiver Wissenschaftsoptimismus! – die Erde vor uns selbst retten? Oder kann sie wenigstens, wenn das mit der Weltrettung schiefgeht, für uns den Mars möblieren, wo wir dann in 200 Jahren wohnen?

 

Oder ist es gar nicht ihre Aufgabe, die Welt zu retten – sondern sie zu erforschen? Joachim Otte stellt diese und andere Fragen einfach mal in den Weltraum.


Im  Rahmen des »5. November der Wissenschaft«.

Montag | 7. 11. 2016 | 20 Uhr

© NASA

Conti-Foyer

Leibniz Universität Hannover

Königsworther Platz 1

Kultur:Wissenschaft

 

9/5 € ermäßigt

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