»Für immer die Alpen«
Liechtensteins Staatsfeind Nr. 1 schreibt um sein Leben

Benjamin Quaderer (Autor, Berlin)

 

Roman-Debüts mit autobiografischen Teilen sind nicht selten. Dem Autor von Für immer die Alpen wünscht man davon allerdings nicht allzu viel. Hier schreibt jemand ganz buchstäblich um sein Leben: »Denn diese Geschichte, meine Geschichte, ist alles, was mir geblieben ist, um mich gegen diejenigen zu verteidigen, die mich tot sehen wollen.«

 

Entwarnung: Benjamin Quaderer, geboren 1989 in Österreich, ist zwar in Liechtenstein aufgewachsen – aber so wenig wie sein erster Roman von ihm handelt, so wenig debütüblich ist Für immer die Alpen auch sonst. Das Buch hat 600 Seiten, mit geschwärzten Namen und Orten und mit mehr als 200 Fußnoten, teilweise seitenlang, die falschen wie die echten. Ungewöhnlich für einen Roman-Erstling ist auch die Story selbst: eine Geschichte über die Macht des Geldes, über Liechtensteins Hochfinanz und einen Hochstapler. Der muss versuchen, die zu betrügen, die selbst betrügen. Wieviel man Liechtensteins Staatsfeind Nr. 1 glauben darf, findet Moderatorin und Ex-Salon-Mitarbeiterin Charlotte Milsch heraus.

Montag | 22. 6. 2020 | 20 Uhr

©   J. Öllermann

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Reihe: Literaturhochhaus

 

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