FÄLLT AUS

»Von den Deutschen lernen«  
Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte um-gehen können

Susan Neiman (Philosophin, Berlin)

 

Rudolf Augstein, 1998: Das Holocaust-Mahnmal solle »in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd.« Eben, würde die Philosophin Susan Neiman dazu sagen. Das ist ein Problem der anderen Nationen, insbesondere der USA, die, so der Titel von Neimans neuem Buch, Von den Deutschen lernen sollten.

 

Die jüdische US-Staatsbürgerin, die in Harvard studierte, in Yale und in Tel Aviv lehrte und seit den 80er Jahren in Berlin lebt – in Potsdam leitet sie das Albert Einstein Forum –, vergleicht nicht das Böse in der Geschichte der Anderen mit unserem, sondern den Umgang damit. (Als Verfasserin des wichtigen Buches Das Böse denken von 2004 kann sie das auch sehr gut.) Nur, wenn man sich diverse Wahlergebnisse anschaut: Sind wir schon (oder nicht mehr) soweit, dass man von uns lernen kann, wie man zugunsten einer besseren Zukunft mit einer furchtbaren Vergangenheit umgeht? Salon-Moderator Joachim Otte stellt diese und andere Fragen.

Montag | 11. 5. 2020 | 20 Uhr

©  B. Volke

14. Stock Conti-Hochhaus

Leibniz Universität Hannover

Königsworther Platz 1

Reihe: In Zukunft

 

10/6 € ermäßigt

© 2018 by Literarischer Salon Hannover  |  Datenschutzerklärung