»Der Graben«

Holländer in Not: Vorrechte, Vorurteile, Verlustängste
Herman Koch  (Autor, Amsterdam)

Weltläufig, liberal und tolerant, so sind die Niederlande. Und so ist der Bürgermeister von Amsterdam – Robert Walter, ein Politiker, der sich seiner Wirkung auf andere sehr bewusst ist. »Es ist anstrengend, überall der selbstverständliche Mittel-punkt zu sein«, sagt er über sich. Nur wieso glaubt so ein selbst- wie machtbewusster Charismatiker, dass seine Frau ihn betrügt? Geht das »aufs Konto ihrer Heimat«, die nicht Holland ist?

 

Wie liberal ist dieser Mann, der um seine Vorurteile weiß, »als etwas, was untrennbar zu mir gehört«? Mit abgründigen Romanhelden ist Herman Koch in den Niederlanden ein Literatur-Star geworden, mit einem scharfen Blick auf die holländische Gesellschaft, die neben Liberalität und Toleranz eben auch Arroganz, Abwehr und Angst kennt. Das gibt es selbstverständlich überall, also ist Koch auch international bekannt, spätestens seit seinem Bestseller Angerichtet, der gleich mehrfach verfilmt wurde, zuletzt u. a. mit Richard Gere.

 

Herman Koch liest aus Der Graben, Silvester von Hösslin vom Schauspiel Hannover übernimmt die deutschen Passagen und Salon-Moderator Jens Meyer-Kovac fragt, womit man zum Lieblingsautor von Stephen King wird.

Montag | 5. 3. 2018 | 20 Uhr

©A. Louwes

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