»Cloris«   
Über eine der ungewöhnlichsten Abenteurerinnen der US-Literatur

Rye Curtis (Autor, Los Angeles)


In der amerikanischen Literatur ist das ein gut bekanntes Motiv: Ganz allein und inmitten der Natur findet der Mensch zu sich selbst. Eher ungewöhnlich ist es, wenn dieser Mensch eine 72-jährige Frau ist – wie Cloris Waldrip, die titelgebende Heldin im Roman-Debüt von Rye Curtis. Der schickt in Cloris eine pensionierte Bibliothekarin aus ihrer kleinen Methodisten-Gemeinde in die Wildnis: Dort kämpft sie nach einem Flugzeugabsturz gegen Hunger, extremes Wetter, wilde Tiere – vor allem aber gegen die Angst, irgendwann aufzugeben. So erstaunlich wie die Romanheldin ist auch die Figur der Park-Rangerin, die Cloris sucht: eine Melancholikerin mit Hang zu billigem Merlot, getarnt in der Thermoskanne. Was die Frauen vereint: Beharrlichkeit, lakonischer Humor und die Kraft, neu auf ihr Leben zu sehen.

 

Zum Gespräch über Cloris trifft sich Rye Curtis von L. A. aus mit N.N., – zum gedolmetschten Podcast in englischer Sprache, ergänzt durch deutsche Lesepassagen von »Dark«-Star Maja Schöne (Thalia Theater Hamburg).

als PODCAST im Juli 2021

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Reihe: Atlas der Literaturen

 

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