COR2 ist erschienen

Die zweite Ausgabe unseres Online-Corona-Zwangspausen-Magazins ist fertig und kann hier (Doppelseiten für das Magazinfeeling) und hier (Einzelseiten zum Ausdrucken) heruntergeladen werden.

COR 1: Doppelseiten und Einzelseiten

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

das Team des Literarischen Salons

Wir verabschieden uns in die Sommerpause

... aber es kommt noch was

Liebe Salonbesucher:innen!

Am 29. Juni wäre unser Programm mit Annette Pehnt zu Ende gegangen. Auch diese Veranstaltung fiel natürlich aus. Wir holen sie aber am 19. Oktober nach.

 

Das neue Programm wird aller Voraussicht nach am 5. Oktober starten. Alle Änderungen werden Sie hier erfahren.

Und damit Ihnen die Zeit nicht so lang wird bis dahin, haben wir noch COR 2 für Sie. Die zweite Ausgabe unseres "Corona-Magazins" erscheint gegen Mitte/ Ende Juli. Hier zum Download.

Wir möchten Sie noch auf unser Youtube-Kanal hinweisen, auf dem Sie nicht nur das Video mit Charlotte Milsch und Benjamin Quaderer finden (siehe den Beitrag gleich hier unter diesem), sondern auch das Video der WG-Lesung mit Jasmin Schreiber, die auf Instagram stattgefunden hat.

Wir wünschen Ihnen einen schönen und unbeschwerten Sommer!

Ihr Salon-Team

Auf Youtube: FÜR IMMER DIE ALPEN

Benjamin Quaderer im Gespräch mit Charlotte Milsch

Seit 22. Juni – Lesung und Gespräch aus und über »Für immer die Alpen«.

Hier ist der Link zum Video

Am Donnerstag, 11. Juni um 20 Uhr auf Instagram:

die wg.literatur-Veranstaltung mit Jasmin Schreiber und Mariel Reichard live:

https://www.instagram.com/literarischersalon/

(Um den Stream zu starten, klicken Sie bitte auf das runde Profilbild.)

COR – Das Corona-Online-Magazin vom Literarischen Salon

Nun ist es soweit: COR ist fertig. Und Sie können es sich hier herunterladen:

COR mit Doppelseiten (für das Magazinfeeling)

COR mit Einzelseiten (lässt sich gut ausdrucken)

Viel Freude beim Lesen und Angucken wünscht

das Salon-Team

Olivia Wenzel im Gespräch mit Denise M’Baye

auf Instagram live am 12. Mai um 20 Uhr!

Wenzel: © J. Werner | M’Baye: © M. Neugebauer

»Extrem unbrauchbar«

Warum wir das Hufeisen endlich an den Nagel hängen sollten

© F. Schmitt

Auch am 27. April hätte eigentlich ein Salon-Abend stattfinden sollen. Eigentlich. Aber Corona ist nach wie vor Thema und wird es auch noch eine ganze Zeit bleiben. Also konnten wir unsere Gäste Eva Berendsen und Lillemor Kuht nicht auf der Salon-Bühne sehen. Schade, denn beide beteiligten sich an einem herausragenden – man könnte fast sagen extremen – Buch.

 

Wir planen, die Veranstaltung so bald wie möglich nachzuholen. Doch damit bis dahin niemand leer ausgeht, gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Hier bzw. weiter unten können Sie eine Rezension über das Buch »EXTREM UNBRAUCHBAR. Über Gleichsetzungen von links und rechts« lesen.

 

Die Rezension unserer Salon-Kollegin Mariel Reichard ist seit dem 27. April online. Zu lesen ist dort, was es mit dieser Extremismustheorie auf sich hat und wo der Haken bei der Sache ist. Es geht um ihre Ursprünge, Verfechter*innen, ihre institutionelle Anwendung und um den Mythos einer gesellschaftlichen Mitte. Themen, die auch unser Moderator, der Rechtsextremismusexperte Andreas Speit sicherlich angesprochen hätte, bei diesem also vorerst abgesagten Abend aus der Salon-Themen Reihe »Partizip Präsens«, die die Lotto-Sport-Stiftung ermöglicht.

Bleiben Sie gesund und bis bald!
DER LITERARISCHE SALON

 

 

REZENSIONSTEXT mit freundlicher Genehmigung von WORTMAX.DE

In dem Essayband »Extrem unbrauchbar« haben sich eine Vielzahl von Autor*innen der Extremismustheorie angenommen, um sie gründlich auseinanderzupflücken. Es geht um ihre Ursprünge, ihre Verfechter*innen, ihre institutionelle Anwendung und um den Mythos einer gesellschaftlichen Mitte. Was uns heute als gegeben erscheint (man betrachte nur einmal die Sitzordnung in den meisten deutschen Parlamenten), ist die Folge eines Geschichtsrevisionismus, der sich in der Nachkriegszeit herausbildete. Tendenziell wurden Nationalsozialismus und Kommunismus auf eine Ebene gestellt. Verwies jemand auf die NS-Verbrechen, verwies ein anderer auf die Verbrechen der Sowjetunion. Das Ende des Nationalsozialismus führte keineswegs zum Ersterben des Antikommunismus der NS-Ideologie, stattdessen entstand in vielen Köpfen das Selbstverständnis:

»Wer Antikommunist ist, ist Demokrat. Und wer Demokrat ist, kann kein Nazi sein.«

Aus diesen Bestrebungen entstand letztlich die Extremismustheorie von Eckhard Jesse und Uwe Backes. Zwei Politikwissenschaftler, die nicht nur die Auseinandersetzung mit den rassistischen und antisemitischen Einstellungen der deutschen Gesellschaft für überflüssig hielten, sondern zusammen mit Rainer Zitelmann 1990 den »Veldensteiner Kreis zur Geschichte und Gegenwart von Extremismus und Demokratie« gründeten. Benannt ist dieser Zirkel übrigens nach einer Burg, die einst Wohnsitz von Herrmann Göring war.

Erschreckend genug, dass die Theorie seit Mitte der 1970er Jahre Eingang in die deutschen Sicherheitsbehörden gefunden hat. Dort steht der sogenannte Rechtsextremismus auf einer Stufe mit Islamismus und Linksextremismus, ein Bild der drei Gefahren, das sich vor allem der Verfassungsschutz zu Eigen gemacht hat. Die Hufeisen-Theorie at its best: Außen die extremen Ränder und dazwischen die gemäßigte und vernünftige Mitte. Doch das Bild beginnt zu bröckeln, wenn man näher hinschaut: Über 200 Todesopfer rechter Gewalt zählt die Amadeu Antonio Stiftung seit 1990 und die »Mitte« ist keinesfalls so harmlos, wie man sie gern hätte, heißt es in »Extrem unbrauchbar«:

»Zur [sogenannten] Mitte zählt sich heute auch, wer brennende Geflüchtetenunterkünfte rechtfertigt, wer ein brutales Grenzregime unterstützt, das täglich Menschen ertrinken lässt oder jeden sozialchauvinistischen Tritt nach unten mit einem Nicken quittiert.«

Wenn es extrem ist, Menschen aus dem Mittelmeer retten zu wollen und sich öffentlich gegen Rassismus zu positionieren, wie zum Beispiel Walter Lübcke es getan hat, dann ist etwas verkehrt in dieser Gesellschaft. Was es braucht, ist ein emanzipatorisches Demokratieverständnis, in der die Demokratie als ein Prozess verstanden und immer wieder erkämpft und verteidigt werden muss.

Wie das funktionieren kann und noch viel mehr thematisieren die Autor*innen von »Extrem unbrauchbar« und erklären, warum das Hufeisen ein für allemal an den Nagel gehängt werden muss.

Eva Berendsen, Katharina Rhein, Tom David Uhlig (Hg.): Extrem unbrauchbar.
Über Gleichsetzungen von links und rechts | Deutsch
Verbrecher Verlag 2019 | 304 Seiten | Jetzt bestellen

 

 

 

 

Juri Andruchowytsch im Gespräch mit Christoph Schröder

Andruchowytsch: © E. Schwichow | Schröder: © H. Schröder

 

»Die Lieblinge der Justiz«
Juri Andruchowytsch
(Autor, Iwano-Frankiwsk)

online seit Montag | 20. 4. 2020 | 20 Uhr
Interview von Literaturkritiker Christoph Schröder mit Juri Andruchowytsch zu seinem soeben erschienenen Buch »Die Lieblinge der Justiz«

Interview als PDF: Hier

Rutger Bregman am 10. 3. 2020

© Victor Hedwig

Rutger Bregman (Historiker, Utrecht)

Schild vor Londoner Pub nach Bombenangriff: »Our windows are gone, but our spirits are excellent. Come in and try them.« Das ist der Geist, sagt der niederländische Historiker Rutger Bregman in seinem neuen Buch Im Grunde gut, aus dem sich »eine neue Geschichte der Menschheit« schreibt. Kein unbescheidener Untertitel. Aber der selbstbewusste Bregman nimmt kein Blatt vor den Mund. Schon 2019 in Davos nicht, als er, viralwerdend, den Reichen emp- bzw. befahl, Steuern zu zahlen, statt nice rumzulabern. Oder im TV-Interview mit Fox News-Scharfmacher Tucker Carlson nicht, der, viralwerdend, ob der Bregman‘schen Chuzpe nur noch wüst schimpfte.

 

Nach seinem Bestseller Utopien für Realisten schreibt der 1988 geborene Jungstardenker über »eine radikale Idee«, nämlich diese: »dass die meisten Menschen im Grunde gut sind«. Kein Hobbes’scher »Krieg eines jeden gegen jeden«, sondern Human kind (Originaltitel) und »Zeit für ein neues Menschenbild«. Naivität ist schon ok. Das sei im übrigen, so Bregmans Pointe, reiner »Realismus«. Andrea Schwyzer von NDR Kultur moderiert den simultanübersetzten Abend.

 

Kooperation mit dem NDR. Ausstrahlung des Live-Mitschnitts am 3. Mai um 20 Uhr im »Sonntagsstudio«.



 

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Da unklar ist, wann ein regulärer Betrieb wieder möglich ist, lassen wir diese Rubrik erstmal ohne Termine.

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